5. PLAYING ARTS-Laboratorium 2013-2014

Fortbildungsreihe zur Entfaltung schöpferischer Kräfte und zur Förderung ästhetischer Kompetenz

Willkommen!

Kreativität ist die Fähigkeit neue Potenziale zu entdecken und sich damit selbst zu überraschen …

Schöpferische Kräfte zu wecken und ihnen mit den Möglichkeiten des Spiels Wirkungsräume zu verschaffen, das ist eines der Ziele der Fortbildungsreihe PLAYING ARTS-Laboratorium. Bei PLAYING ARTS sind die Künste unserer Zeit eine der wichtigen Inspirations- und Lern-Quellen. „Laboratorium“ beschreibt eine Arbeitsweise, die sich von klassischen Seminaren unterscheidet. Die einzelnen „Labs“ sind jeweils Anlässe, den Horizont, die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten unter dem jeweiligen Thema selbstbestimmt zu erweitern, auszubauen oder zu vertiefen. In einem Impulsfeld aus Anregungen, Bezügen zu zeitgenössischen Künsten und Anknüpfungen an die eigenen Lebens- und Berufspraxisfelder entdecken Spielende Neuland. Das aktive Spiel und das experimentierende Lernen stehen im Vordergrund. Das prozesshafte Arbeiten erinnert an eine Reise, deren Verlauf im Voraus nicht abzusehen ist – Neugier, Lebendigkeit und Vielfalt sind dabei die Leitmotive. Die fachliche Unterstützung, Beratung und Begleitung stärkt die Lust an den eigenen Lernwegen und an der „Kollaboration“ in der Gruppe.

Aus der Erfahrung der zurückliegenden 10 Jahre wissen wir, dass die Teilnahme an der gesamten Fortbildungsreihe mehr Intensität und Wirkung bringt. Dieses 5. PLAYING ARTS-Laboratorium ist komplett überarbeitet und beinhaltet zum ersten Mal das „Online-Lab“. Damit wollen wir die Werkzeuge des Web 2.0 für das Programm der ästhetischen Selbstbildung im PLAYING ARTS-Laboratorium nutzen. Die Teilnahme können wir all jenen empfehlen, die in kirchlichen oder nichtkirchlichen pädagogischen Arbeitsfeldern Bildungs- und Gestaltungsaufgaben in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen haben oder die sich für die Inhalte und die Arbeitsweise der Fortbildungsreihe zur Selbstbildung interessieren.

Robby Höschele  //  Eva-Maria Beller  //  Sandra Adam 

Playing Arts ist ästhetische Bildung mit Vergnügen.

Natürlich spielt das Lachen, der Spaß bei dieser Art zu lernen eine große Rolle, natürlich nicht die einzige. Wenn man beobachtet, mit welcher Ernsthaftigkeit Kinder oft in ihr eigenes Spiel vertieft sind, dann bemerkt man sofort: Spiel bewegt sich zwischen großer Ernsthaftigkeit und ausgelassener Freude. Wir bieten eine zeitgemäße und vielfältige Fortbildung zur Entdeckung des Spiels im Sinne von PLAYING ARTS für Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Interessierte als Beitrag zur Stärkung ästhetischer Kompetenz. Dabei geht es auch darum, die Spielfelder und Spielräume zu erweitern und (ggf. auch radikal) zu entgrenzen, damit immer mehr Leben ins Spiel und immer mehr Spiel ins Leben kommt. Wir möchten während der Fortbildungsreihe eine Atmosphäre der Anregung und Herausforderung schaffen und fördern und respektieren darin die Selbstbewegung/Selbstbildung der Teilnehmenden. Wir wollen erreichen, dass die Teilnehmenden mit sich selbst in Kontakt kommen, sich öffnen (wir definieren dabei nicht wofür) und hellhörig dafür werden, was reizt und lockt, interessiert und stört, um diese persönliche Entwicklung in Eigenverantwortung zu gestalten. “Ins Offene” ist für die Teilnehmenden wie für die Leitung eine wichtige und wünschenswerte Perspektive und ein Merkmal der Selbstbildungsbewegung. Dazu gehört Fehlerfreundlichkeit und das Risiko, dass Vorhaben auch scheitern können.

PLAYING ARTS ist ein Selbstbildungsprojekt im Dreieck zwischen Kreativität, Spiritualität und Kunst. Spiel im Sinne von PLAYING ARTS ist eine Haltung oder besser eine (Lebens-)Bewegung. Es ist eine offene Haltung für das Göttliche und das neugierige Streben nach Lebens-Quellen aus dem eigenen Tun (oder Lassen). Es geht darum, die eigenen schöpferischen Potenziale zu entfalten und in Wechselspielen mit anderen zu erweitern. Es geht bei diesem Spielverständnis um einen Beitrag zur Lebenskunst und um den Ausbau von Fähigkeiten, das eigene Praxisfeld (mit seinen Gestaltungsaufgaben und Gestaltungsvorhaben) zu bereichern. So wird eine Differenzierung der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit möglich, gleichzeitig erweitert sich das Repertoire eigener Ausdrucks- und Gestaltungsmittel. So wird eine Basis dafür geschaffen, die weitreichenden Dimensionen von Spiel (Bildung, Kommunikation, Kreativität, Spiritualität, Vergnügen, Sinnlichkeit, Neugier, Zufall, …) zu begreifen und aufzugreifen.

Spiel im Sinne von PLAYING ARTS ist mit den Möglichkeiten, den Herausforderungen und den Fragen unserer Gegenwart verbunden.

Laboratorium bedeutet experimentieren und entdecken.

Der Begriff “Wochenend-Seminar” ist zwar allgemein verständlich, passt aber nicht so ganz gut zu unserer Arbeitsweise. Normalerweise sind diese Wochenendangebote durch die Mahlzeiten und die Nächte unterbrochene Spiel- und Entwicklungsprozesse. Wir nennen sie deshalb in Anlehnung an den Namen der gesamten Fortbildungsreihe “Labs” und nummerieren die miteinander verbundenen Bausteine mit # 01-06.

Das PLAYING ARTS-Laboratorium eignet sich als persönliche Fortbildung ebenso wie zur Fortbildung in beruflichen, nebenberuflichen und ehrenamtlichen Praxisfeldern der

  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Gemeinde- und Gottesdienstarbeit
  • Bildungsarbeit
  • Sozialarbeit
  • Kulturarbeit und
  • Schule
  • Das Online-Lab nutzt Web 2.0-Tools.

Erstmals werden in der gesamten Fortbildungsreihe Tools des Web 2.0 genutzt. Diese Werkzeuge und Möglichkeiten des Internets nutzen wir in überschaubaren und angeleiteten Schritten und nach den Möglichkeiten der Teilnehmenden. Wir fangen einfach an und bauen es schrittweise aus. Die Teilnehmenden haben also die Gelegenheit, neue Werkzeuge zur Inspiration, Kommunikation, Kollaboration und Dokumentation kennen und nutzen zu lernen.

Lab # 01 //  Am Anfang war das Spiel

Tags: Spiel, Playing Arts, Neugier, Resonanz, Lust, Web 2.0, Schnittstellen, …

Spiel ist ein altes Menschheitsthema und Spielen ist eine ursprüngliche Quelle menschlichen Lernens und eigener Lebensgestaltung. Spiel ist kraftvolle Welterkundung, die man aber vor allem den Kindern zugesteht. Erst wenn Spielräume im Leben oder im beruflichen Handeln fehlen, bemerken die meisten Menschen darin zurecht einen Mangel. Neugier ist die Grundhaltung, Bewegung bringt ins Spiel, Spiel erfrischt (gerade) Erwachsene – was “Spiel hat”, sitzt nicht fest.

Leitung:         Eva-Maria Beller, Sandra Adam, Robby Höschele

Termin:          26.-28.04.2013

Ort:               Bernhäuser Forst bei Leinfelden-Echterdingen

 

Lab # 02 //  Spielfeld Kunst

Tags: Kunst, Kreativität, Impulsfeld, Risiko, Eigensinn, Regel, Ritual, Komposition, …

Ein wichtiger Weg zum eigenen schöpferischen Spiel ist bei Playing Arts, den Künsten neugierig zu begegnen und sich anrühren oder aus der Fassung bringen zu lassen, um dann nach eigenen Gestaltungsregeln selbst schöpferisch aktiv zu werden. Dabei ist es zunächst weniger wichtig, Techniken handwerklich zu beherrschen, als vielmehr in der Begegnung mit Kunst die Relevanz für das eigene Leben zu entdecken und Resonanz wahrzunehmen. Daraus entsteht Lust am Spiel.

Leitung:         Sandra Adam, Robby Höschele

Termin:          28.-30.06.2013

Ort:               Hohenwart Forum bei Pforzheim

 

Lab # 03 //  Spielfeld Improvisation

Tags: Musik, Bewegung, Tanz, Improvisation, Risiko, Mut, Grenzen, …

Es ist wunderbar, wie es der Musiker und Multiinstrumentalist Matthias Graf versteht, ins Spiel mit Klängen, Tönen, Rhythmen und einfachen Instrumenten zu locken. Musikalische Inspiration führt zum musikalischen Experiment und ergibt verbunden mit freier und materialbezogener Bewegung und frei fliegender Phantasie Spielanlässe, die in ein gemeinsames großes Improvisationsspiel münden. Phantastisch, wie sich darin – auch übertragbar die Möglichkeiten der eigensinnigen, wie auch der gemeinschaftlichen Improvisation zeigen.

Leitung:         Matthias Graf, Eva-Maria Beller, Robby Höschele

Termin:          03.-06.10.2013 (Feiertag! Donnerstag – Sonntag)

Ort:               Bernhäuser Forst bei Leinfelden-Echterdingen

 

Lab # 04 //  Spielfeld Spiritualität

Tags: Essen, Tisch, Gemeinschaft, Farben, Bild, Fotografie, Lebenskunst, Geist, Transzendenz, Raum, …

Es gibt eine Energie des Spiels, die nur jenseits von Pflichterfüllung und fremdbestimmten Ansprüchen möglich ist. Diese Energie ist unverfügbar. Hier geht es darum, von den Künsten zu lernen, Öffnungen zu entwickeln, Offenheit einzuüben und spirituellen Dimensionen Raum zu verschaffen. Das Spiel mit ausgewählten Gestaltungsmitteln wird zum Übungsfeld für Empfindsamkeit, für den Geschmack am Göttlichen und für die Geschmacks-Nuancen im Leben. Es öffnen sich Wege, das Ausdrucksrepertoire des Glaubens zu erforschen und im eigenen Sinne zu experimentieren.

Leitung:         Petra Dais, Robby Höschele

Termin:          31.01.-02.02.2014

Ort:               Hohenwart Forum bei Pforzheim

 

Lab # 05 //  Spielfeld Performance

Tags: Performance, Darstellung, Veröffentlichung, Bewegung, Theater, CrossArts, Urban-Art, …

Die Grenzen zwischen Formen der Aktionskunst und traditionellen Kunstformen, etwa des Theaters, sind fließend geworden. Performancekunst ereignet sich oft mit einer Betonung von Körperlichkeit, einer meist spielerischen Vorgehensweise und einer Verknüpfung mit Momenten des Alltäglichen. An verschiedenen Schnittstellen Spielmöglichkeiten erforschen und in eigenen performativen Beiträgen gestalten, in denen vom Zufall Bestimmtes und Komponiertes zusammen fallen. Performance ist denken und sprechen mit dem ganzen Körper.

Leitung:         Sandra Adam, Robby Höschele

Termin:          11.-13.04.2014

Ort:               Bernhäuser Forst bei Leinfelden-Echterdingen

 

Lab # 06 //  Spielfeld Sprache

Tags: Sprache, Text, Schreiben, Sprechen, Körpersprache, Performance, Netzwerke, Web 2.0, …

ZuTexten und LeerLesen – wenn die Gewohnheiten im Umgang mit Sprache zurücktreten können, öffnet sich darin ein wenig bespieltes Feld. Text-Baustellen locken die Neugier: verformte Text-Stücke, eigenwillige Erweiterungen des Wortschatzes, ungewohnte Positionen. Im Spielfeld Sprache verknüpfen sich Improvisation und Performance mit leichtsinnigen Wortexperimenten.

Leitung:         Eva-Maria Beller, Robby Höschele

Termin:          04.-06.07.2014

Ort:               Hohenwart Forum bei Pforzheim

 

SpielRaum //  Das eigene Spielfeld erfinden, aufbauen, erweitern, teilen

Tags: Spiel, Versuche, Entwicklung, Kontinuität, Risiko, Dokumentation, Präsentation, …

6 Tagestreffen, Termin- und Ortsfestlegung findet zu Beginn der Fortbildungsreihe statt.

Die SpielRaum-Tagestreffen sind Impulsfelder, die die eigene Spiel-Praxis beleben und Anregungen, Austausch, Unterstützung im Netzwerk der Spielenden bieten. Im zweiten Teil der Fortbildungsreihe wird ein eigenes SpielRaum-Vorhaben im persönlichen Umfeld oder in der beruflichen Praxis realisiert. Der SpielRaum-Tag ist Übungsfeld und Gelegenheit zur regelmäßigen Unterstützung und Beratung durch die Gruppe.

Leitung:         Eva-Maria Beller

Kosten:          210 € für alle 6 Treffen ohne Verpflegung

 

Online-Lab //  Spielfeld Netzwerk

Tags: Bildung im Netz, Unterstützung und Begleitung beim Entdecken und Lernen, Medienimpulse, Austausch (Web-Meeting), Dokumentation, Spiel im Bereich digitaler Medien (Inszenierte Fotografie, Video, Medienkunst, Medienkompetenz, Social Networks), …

Neu ist bei diesem PLAYING ARTS-Laboratorium das begleitende Online-Lab. Darin werden je nach den Möglichkeiten und der Neugier der Teilnehmenden Werkzeuge (Tools) des Web 2.0 begleitend und unterstützend eingeführt und für die Kollaboration während der Fortbildungsreihe genutzt.

Leitung:         Robby Höschele, Sandra Adam

Leitung und Begleitung der Fortbildung

Eva-Maria Beller, Playing Artist, Sozialpädagogin, Diakonin, Leiterin der Stadtjugendpflege Radolfzell, Allensbach

Sandra Adam, Playing Artist, Studium Zeichnung und Malerei an der EKA Trier, Fortbildung in Körperarbeit und Tanzimprovisation, Allensbach

Robby Höschele, Playing Artist, Diakon, Referent für experimentelle und kulturelle Bildung im ejw, Stuttgart

Als Referentin und Referent wirken mit

Petra Dais, Pfarrerin und Playing Artist, Stuttgart

Matthias Graf, Musiker, Karlsruhe

Inhalte – Organisation – Finanzierung

Informationen zu Inhalten und Arbeitsweisen, zur Organisation der Fortbildung sowie Beratung bei Fragen zur Anerkennung und finanziellen Förderung der Fortbildung durch Anstellungsträger gibt:

Robby Höschele, Referent für experimentelle und kulturelle Bildung im ejw und Leiter der Fortbildungsreihe Playing Arts-Laboratorium.

Das PLAYING ARTS-Laboratorium ist ein Angebot aus dem Arbeitsbereich „Experimentelle Bildungsräume“ im Evang. Jugendwerk in Württemberg. Das Konzept der Fortbildungsreihe wird vom Leitungsteam dieser Fortbildung verantwortet. „Experimentelle Bildungsräume“ ist ein Arbeitsbereich des Evang. Jugendwerks in Württemberg und damit Teil einer Einrichtung der Evang. Landeskirche Württemberg.

PLAYING ARTS entwickelt sich als Form ästhetischer Selbstbildung weiter in Zusammenarbeit mit dem „Netzwerk Spiel & Kultur. Playing Arts e.V.” und der Bundesakademie für Kirche und Diakonie in Berlin.

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